Atelier: Über Sinn und Funktion psychiatrischer Störungen

AT 52 in Wallerfangen.

Diese Veranstaltung hat am 10. Februar 2017 begonnen.

In diesem Atelier soll die Methode der funktionalen Analyse vorgestellt und bezüglich der häufigsten psychiatrischen Störungsbilder durchgeführt werden.

In der systemtheoretisch inspirierten Annahme, dass jedem Verhalten und damit auch dem psychopathologisch relevanten Verhalten die Funktion zugeschrieben werden kann, die Integrität und Kohärenz des durch störende somatische und/oder soziale Kontextbedingungen gefährdeten psychischen Systems aufrechtzuerhalten, geht es bei der funktionalen Analyse darum, das Problem zu benennen, für das das auffällige und nicht selten auch störende Verhalten als Problemlösung in Frage kommt. Insofern lässt sich auch dieses Verhalten als sinnhaft verstehen.

Gelingt eine plausible funktionale Analyse, lässt sich nach funktional äquivalenten Problemlösungswegen Ausschau halten, d.h. nach Verhaltensmöglichkeiten, denen die gleiche Funktion zukommt, die aber mit weniger Nachteilen für die Person und ihre Umwelt verbunden sind. Eine funktionale Analyse, welche auf die aktuellen Ergebnisse der klinischen wie auch (entwicklungs-)psychopathologischen Forschung zurückgreift, bietet somit einen umfassenden, wissenschaftlich begründeten Rahmen für (psycho)therapeutische wie auch für präventive Interventionen.

Thematisiert werden sollen:

  • Externalisierende Verhaltensauffälligkeiten (dissoziales, aggressives und hyperkinetisches Verhalten, Sucht)
  • Internalisierende Verhaltensauffälligkeiten (Suizidalität, Depression, Angst und Zwang)
  • „Körpereinsatz“ (Psychosomatosen, somatoforme Störungen, selbstverletzendes Verhalten)
  • Psychotische und autistische Verhaltensauffälligkeiten

Literatur:

„Das System der Abweichungen. Eine systemtheoretische Neubegründung der Psychopathologie „ (Carl-Auer Verlag, 2012) und „Verhaltensstörungen. Sinn und Funktion“ (Carl-Auer Verlag, 2013)

Gastdozent/in

Gastdozent: Dr. Med. Roland Schleiffer, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie für Psychotherapeutische Medizin. Bis 2012 Professur für Psychiatrie und Psychotherapie in der Heilpädagogik an der Universität zu Köln.
Schwerpunkte: Entwicklungspsychologie, Systemtheorie, Bindungstheorie, Fremdunterbringung.

Moderation: Jerzy Jakubowski

Umfang An 2 Tagen
TeilnehmerInnenzahl 30
Ort Haus Sonnental
Wallerfangen
Teilnahmegebühr 230 €
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Diese Veranstaltung hat bereits am 10. Februar 2017 begonnen

Anmeldung bei: SGST Geschäftsstelle, Barbara Schmidt-Keller, Poststr. 46, D-66663 Merzig.

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Termine

10.02.2017 (10:00 Uhr – 18:00 Uhr),
11.02.2017  (9:00 Uhr – 17:00 Uhr)

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Gehört zu dem Programmheft 2017. Zuletzt geändert am 14. August 2016.