Weiterbildungsseminar: Systemische Beziehungsgestaltung — die unterschätzte Intervention

WS 5 in Neustadt an der Weinstraße beginnend am 21. November 2019

Seit langem ist bekannt, dass die Qualität der therapeutischen Beziehung ein Hauptfaktor für effektive Veränderungsarbeit ist.Postulierte Grundhaltungen in vielen Therapie- und Beratungsschulen, die das Vermitteln und Einüben von therapeutischer Abstinenz in den Mittelpunkt stellen schöpfen das Potential an Interventionsmöglichkeiten, das über differenzierte und affektiv modulierte Beziehungsgestaltung mttlerweile vorhanden ist in keiner Weise aus- auch in der systemischen Praxis. Aus Sicht der modernen Neurobiologie bestätigt sich ein stärkerer Einbezug affektiver Faktoren sowohl auf der Seite des systemischen Professionellen als auch in der Fokussierung auf die jeweilige Emotionsverarbeitung beim Klienten.

Systemisches Coaching, systemische Beratung und Therapie waren lange Zeit durch den Einsatz vorwiegend sprachlich-kognitiver Interventionsformen geprägt. Eine Ausnahme bildeten insbesondere Vorgehensweisen der wachstumsorientierten Familientherapie (V.Satir) und hypnosystemische Ansätze (G.Schmidt).

Mit den überzeugenden Forschungsergebnissen der modernen Neurobiologie über die Relevanz körpernaher, automatisiert ablaufender affektiver Schemata für die Beeinflussung klinischer Symptomatiken und psychosozialer Probleme ändert sich dies zunehmend: Emotionsfokussierung ist (wieder) im Kommen, nicht nur in der Verhaltenstherapie, sondern auch in der systemischen Arbeit. Anders als in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts geht es dabei aber nicht mehr um kathartisches Abreagieren, sondern um subtilere und wesentlich wirksamere Interventionsmethoden.

Der Workshop soll auf der Basis neurobiologisch fundierter Konzepte der affektiven Rahmung, Emotionsverarbeitung und Aufmerksamkeitslenkung differenzierte Methoden und Techniken zur Nutzung der Potentiale der Beziehungsgestaltung auch als Intervention in der systemischen Beratung und Therapie sowie im systemischen Coaching anbieten und diese exemplarisch einüben.

Engagierte systemische Gesprächsführung jenseits von affektarmer Abstinenz Affective Neuroscience : menschliche Emotionsverarbeitungssysteme erkennen und nutzen Mentalisierungsförderung in der systemischen Gesprächsführung Praxis des Emotionscoachings in der systemischen Gesprächsführung Handwerkskasten zum Einbau emotionsfokussierender und mentalisierungsfördernder Interventionen in die systemische Beratung und Therapie sowie ins systemische Coaching.

  • Methoden zur Förderung der Emotionswahrnehmung und –benennung
  • Strategien dosierter Affektaktualisierung
  • Hilfen zur Selbstberuhigung und Ressourcenaktivierung bei inneren Spannungszuständen und bei Affektüberflutung von KlientInnen
  • Hypnosystemische imaginative Techniken
  • Interventionen und Übungen zur Aktivierung von Achtsamkeit und Akzeptanz
  • Vorgehensweisen zum Aufbau von Selbstmitgefühl
  • Arbeit mit inneren Helfern <>/li>
  • Strategien zur Transformation von Emotionen>/li>

    Leitung

    Kurt Hahn

    Umfang 24 Ausbildungsstunden
    TeilnehmerInnenzahl ca. 16
    Ort akasa
    Gipserstr.15
    67433 Neustadt an der Weinstraße
    Teilnahmegebühr 345 €
    Termine

    21.11. – 23.11.2019
    (1. Tag: 10.00 Uhr bis 18.30 Uhr)
    (2. Tag: 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr)
    (3. Tag: 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr)

    Es werden 24 Ausbildungsstunden bescheinigt.

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    Gehört zu dem Programmheft 2019. Zuletzt geändert am 25. September 2018.