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Editorial 2022

Liebe Leser*innen,

Sie halten das neue SGST-Programm in Ihren Händen und zum 1. Mal wird das Editorial von zwei „Neuen“ geschrieben! Dies ist ein Aspekt des Wandels innerhalb der SGST, welcher sich schon seit einigen Jahren vollzieht und nun mehr und mehr sichtbar wird. Seit 2015 haben sich fünf „Neue“ auf den Weg gemacht, haben hospitiert, mitgearbeitet und sind inzwischen zu Lehrtherapeut*innen geworden. Dies erfüllt uns mit großer Freude und dem Gefühl des Angekommen seins!

Es sind besondere Zeiten! Immer wieder hören wir, dass aktuell (Frühjahr 2021) die Zeit ist zu entschleunigen, runterzufahren oder auch innezuhalten. Nicht so in der SGST! Wandel - kein Stillstand, kein Runterfahren - es tönt eine Andersartigkeit durch die SGST. Im Kontext der Corona-Pandemie erfuhren wir andere Arten der Begegnung, sowohl untereinander als auch in den Kursen. Dieser Herausforderung im virtuellen Beisammensein miteinander das systemische Denken und Handeln erfahrbar und lehrbar zu machen haben wir uns alle gestellt. Anfangs mit gewisser Skepsis, aber auch mit der Perspektive der Chance, Ihnen liebe Leser*innen weiterhin die Türen zu öffnen. Man könnte sagen die SGST 2.0 ist in uns gewahr geworden.

Wir werfen aber auch einen Blick in die Zukunft. Stellen wir uns doch vielleicht selbst die oft zitierte Wunderfrage von Steve de Shazer: „Stell Dir vor, heute Nacht, während du schläfst, geschieht ein Wunder, und das Problem, das Dich gerade beschäftigt, ist verschwunden. Woran würdest Du das merken?“.

 

Unsere Antwort darauf lautet, „dass wir uns alle in den Kursen, Ateliers, Supervisionen, Selbsterfahrungsseminaren und Sondercurricula wieder begegnen - so ganz real uns gegenüberstehen. Euch nicht in Kacheln, Breakoutrooms o.ä. anklicken, sondern Euch wahrhaftig erleben dürfen!“.

Vielleicht ist es ja, wenn dieses Programmheft erscheint bereits soweit. Wir wünschen es uns sehr!
Zu unserem Programm: Bei allem Wandel gibt es auch Beständigkeit. Die großen Wahlmöglichkeiten innerhalb der Weiterbildung sind kennzeichnend für die SGST, so dass Sie viele interessante Angebote erwarten. Wir hoffen, dass diese Fülle von Angeboten Sie anspricht und wünschen Ihnen viel Freude beim Entdecken und Durchstöbern des neuen SGST-Programmheftes.

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir uns in einem der Seminare persönlich begegnen!

Februar 2021

Jeannette Rester & Christian Roland

Nachruf auf Jerzy Jakubowski

Unser Editorial war geschrieben und das vorliegende Programmheft in der Endredaktion. Alles schien seinen vermeintlich selbstverständlichen Lauf zu nehmen, „business as usual“, als uns aus dem Nichts heraus die schockierende Nachricht über den Tod von Jerzy Jakubowski erreichte. „Unser“ Jerzy, der gefühlt unsterblich schien, war plötzlich an einem Herzstillstand gestorben. Keine Chance auf Verabschiedung, geschweige denn Vorbereitung. Er stand mit 84 Jahren noch Mitten im Leben und trotzte der Corona-Pandemie gerade mit seinen Online-Formaten so flexibel und innovativ, wie man es einem Mann seines Alters nie zutrauen würde. Einfach bewundernswert! Jerzy war auch nach all den Jahren systemischen Arbeitens nie müde geworden, diesen Ansatz immer wieder neu zu erfinden. Er begeisterte die Teilnehmer*innen seiner Seminare nicht nur mit den gelehrten Inhalten, sondern vor allem mit seiner Persönlichkeit. Mit der natürlichen Autorität eines Lehrtherapeuten und Menschen, der sich nicht in den Vordergrund spielen muss und keine Allüren nötig hat.

Immer noch sehr berührt von seinem Tod mischt sich in unsere Trauer eine Dankbarkeit, ihn erlebt haben zu dürfen. Vieles von ihm, dürfen wir uns zum Vorbild nehmen und bewahren. Insbesondere seine Leidenschaft für Lösungen und Schaffenskraft. Ebenso seine unkonventionelle, positive und vor allem durch Gelassenheit geprägte Haltung durch´s Leben zu gehen. Dieses Leben ist nun zu Ende gegangen und wir Lehrtherapeut*innen der SGST werden ihn sehr vermissen. Für uns ist der Gedanke tröstlich, dass er dem folgenden Zitat in Bezug auf sein eigenes Leben vermutlich mit einem verschmitzten Lächeln zugestimmt hätte:

„Man lebt nur einmal, aber wenn man es richtig macht, dann reicht es auch!“
(Verfasser unbekannt)

Christian Roland

Das sind Wir

Die SGST wurde 1988 als ein interdisziplinärer Zusammenschluss von Psychotherapeuten und Psychotherapeut*innen aus den Fachgebieten Medizin, Psychologie, Pädagogik, Sozialarbeit und Sozialpädagogik gegründet. Später kam der Bereich Soziologie hinzu. Die SGST ist Gründungsmitglied der Systemischen Gesellschaft e.V. (Deutscher Verband für Systemische Forschung, Therapie, Supervision und Beratung). Dieser 1993 gegründete Dachverband vereint Institute und Gesellschaften sowie zertifizierte Einzelpersonen, die systemisches Denken und Handeln nutzen, um Individuen und sozialen Systemen professionelle Hilfe und Problemlösungen anzubieten.

Kontakt

Saarländische Gesellschaft für
Systemische Therapie und Beratung e.V.

Geschäftsstelle:
Monika Lackas
Hochwaldstr. 25
66663 Merzig

0151 - 41 99 39 59

© 2022 Saarländische Gesellschaft für Systemische Therapie e.V. Alle Rechte vorbehalten.

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