Um der zunehmenden Vielfalt wichtiger Basisthemen in der systemischen Therapie Rechnung zu tragen und gleichzeitig
den TeilnehmerInnen an unseren Ausbildungsgängen mehr Einfluss auf die Lerninhalte und die ReferentInnenwahl zu
ermöglichen, haben wir uns im letzten Jahr zu einer Veränderung unserer curricularen Struktur entschlossen.
Die gesamte Weiterbildung vermittelt selbstverständlich nach wie vor die theoretischen Grundlagen, das Handwerkszeug und die Haltung des systemisch-konstruktivistischen Vorgehens. Ziel der Weiterbildung ist der Erwerb einer lösungsfokussierten Beratungs- und Therapiekompetenz. Der Prozess der professionellen und persönlichen Entwicklung wird durch eine übungsintensive Ausrichtung der Weiterbildung gefördert.
Nun zu den Änderungen:
Der Grundkurs wird zukünftig aus 18 Kurstagen bestehen. Zusätzlich finden insgesamt 6 Tage kursbegleitende Supervisionstage mit den LehrtherapeutInnen statt, die den Grundkurs leiten. Diese Supervisionen werden in Halbgruppen mit jeweils einer LehrtherapeutIn stattfinden. Zur qualitativen Verbesserung der Ausbildung sollen regelmäßig stattfindende Live-Interviews und deren Analyse im Rahmen der Weiterbildungsseminare beitragen. Diese haben das Ziel, die therapeutische Haltung, die Wahl unterschiedlicher Perspektiven und den Einsatz bekannter und neuer Methoden zu demonstrieren und zu diskutieren.
Auch die Struktur des Aufbaukurses wird sich ab 2008/2009 im Hinblick auf die Auswahl der ReferentInnen, die für spezielle Themen eingeladen werden, verändern. Bisher wurden aus organisatorischen Gründen die ReferentInnen vor Beginn des Aufbaukurses bereits eingeplant. Damit lagen die Themen für die jeweiligen AufbaukursteilnehmerInnen fest. Nun soll es die Möglichkeit für die TeilnehmerInnen geben, sich parallel zum oder im Anschluss an den laufenden Aufbaukurs die noch fehlenden Lehrstunden, sowohl die Themen als auch die ReferentInnen, selber auszuwählen. Hierfür werden pro Jahr verschiedene Seminare, Seminarreihen, Workshops zu unterschiedlichen Themen mit unterschiedlichen ReferentInnen angeboten.
Die neue Struktur sieht folgendermaßen aus:
| Grundkurs (9 x 2 Tage bzw. 6 x 3 Tage) | 144 Stunden |
| kursbegleitende Supervisionsseminare (3 x 2 Tage) | 48 Stunden |
| Aufbaukurs (6 x 2 Tage bzw. 4 x 3 Tage) | 96 Stunden |
| kursbegleitende Supervisionsseminare (3 x 2 Tage) | 48 Stunden |
| Freie Auswahl von Ateliers/Weiterbildungsseminaren (4 x 2 Tage) | 64 Stunden |
| Gesamt | 400 Stunden |
|---|---|
| SV zusätzlich | 56 Stunden |
| SE zusätzlich | 150 Stunden |
| Gesamt | 606 Stunden |
Begleitend zur Weiterbildung finden selbstorganisierte Peergruppentreffen
im Umfang von mindestens 100 Stunden statt.
Die Grund- und Aufbaukurse können zusammen oder getrennt
gebucht werden. Die Weiterbildung schließt ab mit einem
Zertifikat der Saarländischen Gesellschaft für Systemische
Therapie e.V., für das ab 2007 eine Verwaltungsgebühr von
50,– € erhoben wird.
Grundsätzlich werden Bausteine aller in der Systemischen
Gesellschaft e.V. organisierten Institute anerkannt. Wenn alle
Bausteine nachgewiesen werden, kann das Abschlusszertifikat
der SGST ausgestellt werden.
Bei der Einreichung Ihrer Unterlagen zur Zertifizierung bitten wir Sie, folgendes zu beachten:
Details zum Ablauf finden Sie unterhalb im Abschnitt Ablauf der Zertifizierung (SG / SGST)
Für die Zertifizierung durch die SG müssen zusätzlich 200 Stunden therapeutische Praxis unter systemischer Perspektive nachgewiesen werden. 4 Therapie- oder Beratungsprozesse, die im Rahmen der Ausbildung supervidiert worden sind, werden schriftlich dokumentiert und von dem supervidierenden Lehrtherapeuten abgenommen. Die Dokumentationen sollen jeweils zeitnah beim Supervisor zur Bescheinigung vorgelegt werden.
Genaue Informationen zum Prozedere finden Sie im folgenden Dokument:
2008_SGST_Zertifizierung_Ablaufplan.pdf
(327 KB groß, Downloadzeit 5 Minuten mit Modem/ISDN. Zum Betrachten der PDF Datei benötigen Sie z.B. einen kostenlosen PDF-Reader.)
Allgemeines:
Theoretische Grundlagen:
Systemische Haltungen:
Techniken:
Systemische Praxis:
Settings:
Therapieintegration:
Spezielle Themen und Praxisfelder:
Hinweis: Grund- und Aufbaukurse, Supervisions- und SE-Einheiten sowie Atelier und Weiterbildungsseminare sind grundsätzlich auch einzeln buchbar und so als Fortbildungsveranstaltungen zu nutzen.