Ateliers

Die Ateliers der SGST sind eine Veranstaltungsreihe, bei der GastreferentenInnen ihre Gedanken und Forschungsergebnisse zu einem speziellen Thema vorstellen. Sie sind sowohl als Bausteine des Curriculums “Therapie- und Beratung” als auch unabhängig davon einzeln zu belegen.

Bisherige Ateliers

Bisher wurden folgende Ateliers angeboten:
  • AT 1 (1991): “Systemische und indirekte hypnotherapeutische Konzepte bei Sexual- und Paarproblemen” mit Gunther Schmidt, Heidelberg;
  • AT 2 (1993): “Kampf der Geschlechter zwischen Autonomie und Bindung” mit Rosmarie Welter-Enderlin, Meilen/Zürich;
  • AT 3 (1994): “Systemische Therapie bei körperlichen Störungen” mit Arnold Retzer, Heidelberg;
  • AT 4 (1994): “Angehörigenarbeit und systemische Familientherapie bei psychotischen Störungen - ein Widerspruch?” mit Hartmut Berger, Riedstadt, und Arnold Retzer, Heidelberg;
  • AT 5 (1995): “Familienkonstellationen bei körperlichen und seelischen Störungen” mit Bert Hellinger, Ainring-Mitterfelden;
  • AT 6 (1995): “Provokative Therapie” mit Frank Farrelly, Madison, USA;
  • AT 7 (1996): “Familienaufstellungen” mit Gunthard Weber, Heidelberg;
  • AT 8 (1996): “Wie lasse ich meine Bulimie verhungern?” mit Margret Gröne, Hannover;
  • AT 9 (1997): “Systemisches Denken in Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie” mit Wilhelm Rotthaus, Viersen;
  • AT 10 (1997): “Therapie bei Jugendlichen mit problematischer Ablösung von der Familie” mit Bruno Hildenbrand, Jena;
  • AT 11 (1998): “Hilfe und Erziehungsplanung aus systemischer Perspektive” mit Ulrich Fellmeth, Holzgerlingen;
  • AT 12 (1999): “Video Home Training (VHT) - Video Interaktions-Begleitung (VIB)” mit Guy Schepers, (Niederlande);
  • AT 13 (1999): “Tetralemma-Aufstellungen” mit Matthias Varga von KibÈd, München.
  • AT 14 (2000): “Organisationen im Wandel. Der balancierte Umgang mit Stabilität und Chaos in Übergangszeiten” mit Dr. Peter Kruse, Bremen;
  • AT 15 (2001): “Clown Workshop” mit Dr. med. Petra Klapps, Leiterin von “Kolibri", Institut für medizinische Clownerie und kreatives Selbstmanagement", Köln.
  • AT 16 (2002): “Wunder, Lösung und System - Theorie und Praxis der lösungsfokussierten systemischen Strukturaufstellungen” mit Insa Sparrer, München;
  • AT 17 (2002): “Wie Liebe gelingt"; mit Hans Jellouschek, Ammerbuch.
  • AT 18 (2003): “Aufmerksamkeit um jeden Preis?", mit Helmut Bonney, Heidelberg.
  • AT 19 (2004): “Sehen - Verstehen - Handeln” Entwicklungspsychologische Beratung für Eltern mit Babys und Kleinkindern, mit Mauri Fries, Leipzig; Wurde 2005 wiederholt
  • AT 20 (2004): “Psychosomatische Lösungen statt psychosomatische Krankheiten” mit Gunther Schmidt, Heidelberg.
  • AT 21 (2005): “Der unsichtbare Dritte” Die Entschlüsselung komplexer Auftragskonstellationen als Grundlage für systemische Kontrakte mit Arist von Schlippe, Osnabrück;
  • AT 22 (2005): “Die Form der Behinderung” - wieso kann man begründet sagen, dass es Behinderung nicht gibt, und dennoch behaupten, dass sie ein schwerwiegendes Phänomen darstellt mit Peter Fuchs, Neubrandenburg.
  • AT 23 (2006) “Systemische Paartherapie” mit Arnold Retzer
  • AT 24 (2006) “Reflexive Schulkultur” (Systemisches Sich-Miteinander-Beraten als Grundlage für Schulentwicklungsprozesse von innen) mit Winfried Palmowski
  • AT 25 (2007): “Systemische Sexualtherapie” mit Ulrich Clement
  • AT 26 (2007): “Systemische Strukturaufstellungen ñ zum Stand der Kunst” mit Matthias Varga von Kibéd

Beachten Sie bitte auch die aktuelle Seite zu den Ateliers

Atelier 27: Herausforderung Depression

Gastdozent Arnold Retzer, Privatdozent Dr. med. Dipl.-Psych.: Lehrtherapeut und Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für systemische Therapie (IGST), Gründer und Leiter des systemischen Instituts Heidelberg (SIH); Autor und Herausgeber von 7 Büchern und weit über hundert Aufsätzen.

Beschreibung: Depressionen stellen die psychiatrische Herausforderung nicht nur der Gegenwart, sondern auch der Zukunft dar. Depression ist bei weitem die am häufigsten diagnostizierte psychische Störung. Laut Voraussage der WHO, werden im Jahre 2020 Depressionen nach Herzerkrankungen auf Platz 2 der besonders beeinträchtigenden und kräftezehrenden Zuständen zu finden sein. Gleichzeitig boomt der Markt für Antidepressiva und die Tendenz ist weiterhin rasant ansteigend.
Angesichts dieser Entwicklungen und Herausforderungen ist es erstaunlich, wie wenig befriedigende Antworten zu vernehmen sind, nicht nur auf die klinischen und therapeutischen, sondern auch in Bezug auf die konzeptuellen und theoretischen Herausforderungen. Man hat den Eindruck, das Feld wird ganz den Neuromythologen überlassen und nur verschämt zeigt sich der eine oder andere lösungsorientierte oder sich systemisch gebende Beschwichtigungs-, Tröstungs- und Aufmunterungsversuch.
Im Atelier wird neben einem Überblick des gegenwärtigen Wissensstandes der Frage nachgegangen, ob die bisher entwickelten und verwendeten psychotherapeutischen und systemischen Konzepte und Methoden den depressiven Herausforderungen gerecht werden können und welche Alternativen es geben kann. Es wird ein ideen- und kulturwissenschaftlicher Ansatz für die depressive Herausforderung vorgestellt. Klinische Erfahrungen mit diesem Ansatz werden demonstriert und eingeübt.
Es wird eine anregende Verbindung von Theorie und Praxis herzustellen versucht. Neben einer Mischung aus Vortrag, Workshop und Praxisdemonstration wird auch ausreichend Raum für Begegnung, Austausch und Kontroversen sein.

Es werden 16 Ausbildungsstunden bescheinigt.

Moderation Rudolf Klein
Teilnehmerzahl 20-24
Ort Merzig
Teilnahmegebühr 200,– €
Termine 21.11.08 (10:00 - 18:00 Uhr)
22.11.08 (10:00 - 18:00 Uhr)