Ulrich Clement stellt ein systemisches Konzept von Sexualtherapie vor. Im Gegensatz zur klassischen Sexualtherapie steht hier nicht die sexuelle Funktion im Mittelpunkt, sondern die Differenz des sexuellen Begehrens der Partner. Die Entwicklung der beiden unterschiedlichen sexuellen Profile und die daraus sich ergebende Paardynamik eröffnen eine praktische Perspektive, wie sich Paarbeziehungen aus der Falle des kleinsten gemeinsamen Nenners befreien können und wie in einem teilweise paradoxen Prozess eine neue erotische Gemeinsamkeit entstehen kann.
Die von Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer entwickelten systemischen Strukturaufstellungen sind systemisch-konstruktivistische Verfahren mit einer systematischen Interventionsgrammatik, die in der lösungsfokussierten Methode der Schule von Milwaukee (Steve de Shazer, Insoo Kim Berg u.a.) und der Erickson'schen Hypnotherapie verwurzelt ist.