In dem Curriculum „Therapie und Beratung“ nimmt die Supervision als ausbildungsbegleitendes Element eine bedeutende Rolle ein. Supervision ist hierbei ein professionelles Verfahren der Beobachtung und Reflexion beruflich-institutioneller Praxis und fachlicher Förderung in der Weiterbildung. Sie beschäftigt sich mit Wechselwirkungen in komplexen Systemen und fokussiert auf Interaktionen, Muster und Prozesse im beruflichen Kontext. Institutionelle und individuelle Fragestellungen werden auf der Ebene kommunikativer Muster und Beziehungsstrukturen (re)konstruiert und kontextualisiert.
Systemische Supervision regt das Einnehmen einer Außenperspektive an und erzeugt durch den Vergleich mehrerer Blickwinkel Multiperspektivität, wobei die spezifischen Ressourcen aller Beteiligten in den Vordergrund rücken.
Supervision ist sowohl auftragsbezogen als auch prozessorientiert. Der konkrete Supervisionsauftrag wird zwischen SupervisorIn und SupervisandIn im Dialog ausgehandelt. Im Sinne der Prozessorientierung versteht sie sich zirkulär, indem wechselseitig neue Bedeutungen erzeugt und neue Handlungsoptionen eröffnet werden.
Die Haltung in der Supervision orientiert sich an Prinzipien der Neutralität, Allparteilichkeit, Pluralität, Kontextsensibilität und Genderperspektive. Sowohl Respekt gegenüber den beteiligten Personen als auch Respektlosigkeit gegenüber handlungsleitenden Ideen prägen das supervisorische Vorgehen, wobei die im Curriculum genannten Methoden angewandt werden.
Ausbildungsbegleitende Supervisionsstunden können von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Ausbildung mit den LehrtherapeutInnen individuell organisiert werden. Außerdem stellt die SGST für die ausbildungsbegleitende Supervision verschiedene Angebote zur Verfügung (alle in Seminarform): Supervisionsreihen (ganztägig oder abends, prozessorientiert, feste Gruppen) und Supervisionsseminare als Einzelveranstaltungen.
Bei den im Folgenden genannten „Supervisionsstunden“ handelt es sich um Einheiten à 45 Minuten.
Um eine intensive gemeinsame Arbeit zu ermöglichen, wird empfohlen, eine kurze Zusammenfassung der zu supervidierenden Fälle und eine Fragestellung mitzubringen (Einzel-, Paar- oder Familientherapie, auch institutionelle Probleme). Die Ton- bzw. Videoaufzeichnung eines oder mehrerer Interviews ist erwünscht, aber nicht Voraussetzung für die Teilnahme.
Grund- und Aufbaukurse vermitteln die Fertigkeiten, die man für das Arbeiten mit dem systemischen Ansatz braucht. In der Praxis stellt sich meistens heraus, dass diese Fertigkeiten weiter geübt werden müssen und ohne geeignete Rückmeldung im beraterischen oder therapeutischen Alltag dahinzuwelken drohen. Die Seminarreihen Supervision sollen dem entgegenwirken.
Im Mittelpunkt der Supervision stehen die Reflexion Ihrer persönlichen Entwicklung im Umgang mit dem systemischen Ansatz, Ihre Beratungs- und Therapiefälle und Ihre Arbeitssituation. Durch Rollenspiel, Demonstrationen, Kleingruppenübungen, Fallbesprechungen und praxisorientierte theoretische Inputs erhalten Sie Gelegenheit, Ihre professionelle Kompetenz weiter auszubauen und zu festigen. Video- oder Audioaufzeichnungen Ihrer Klientengespräche können dabei sehr nützlich sein. Es besteht die Möglichkeit der Live-Konsultation durch die Kursleiter.
Die SRS:
SRS 1
Bereits ausgebucht
Die Seminarreihe Supervision 1
mit Friedhelm Kron-Klees
hat am 30. Januar 2010 in Saarbrücken begonnen.
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SRS 2
Die Seminarreihe Supervision 2
mit Jerzy Jakubowski
hat am 15. März 2010 in begonnen.
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Die ESS:
ESS 1 (Februar)
Das Einzelseminar Supervision 1 (Februar)
mit Barbara Schmidt-Keller
hat am 05. Februar 2010 in Merzig begonnen.
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ESS 1 (März)
Bereits ausgebucht
Das Einzelseminar Supervision 1 (März)
mit Barbara Schmidt-Keller
hat am 12. März 2010 in Merzig begonnen.
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ESS 2
Das Einzelseminar Supervision 2
mit Andreas Kannicht
hat am 08. März 2010 in begonnen.
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ESS 3
Das Einzelseminar Supervision 3
mit Friedhelm Kron-Klees
beginnt am 16. September 2010 in Saarbrücken. Die Teilnahmegebühr beträgt