Selbsterfahrung als Teil der Ausbildung in systemischer Therapie und Beratung dient dem Ziel, die Fühl-, Denk- und Handlungsmöglichkeiten der KursteilnehmerInnen zu erweitern und gleichzeitig Blockaden abzubauen, die die therapeutische und beraterische Flexibilität beeinträchtigen können. Dabei fokussieren die Methoden systemischer Selbsterfahrung auf die affektiven, kognitiven und kommunikativen Muster der TeilnehmerInnen.
Themen der Selbsterfahrung beziehen sich auf die verschiedenen Kontexte der Person: auf ihre Familien- und Lebensgeschichte sowie auf ihre momentane Lebenssituation in Familie, Beruf sowie kultureller und gesellschaftlicher Zugehörigkeit.
Im Zentrum des Selbsterfahrungsgeschehens stehen die jeweilige Selbstdarstellung eines/r Probanden/in sowie die Wahrnehmung dieser Selbstdarstellung seitens der TeilnehmerInnen in Bezug auf die Bedeutungen, die den dargestellten Erfahrungen gegeben, und in Bezug auf die Schlüsse und Lösungsstrategien, die aus ihnen gezogen werden. Hierbei ist die Vielfalt der Sichtweisen aller GruppenteilnehmerInnen von hohem Wert. Durch den Austausch der verschiedenen Möglichkeiten der Bedeutungsgebung wird der/die ProbandIn angeregt, seine/ihre Geschichte neu zu erfinden bzw. neu zu erzählen (z.B. von der traumatischen Erfahrung über deren Verarbeitungsgeschichte zur Wahrnehmung von Ressourcen). Somit wird die Gruppe Katalysator und Zeuge beim Erfinden neuer subjektiver Wahrheiten, die dann eine neue konsensuelle Realität abbilden.
Dies beinhaltet die gewünschte Erweiterung der eigenen Wahlmöglichkeiten über die Bedeutungsgebung zur eigenen Geschichte.
Auch in der systemischen Selbsterfahrung dient das Prinzip der konstruktivistischen Theorie der Unterstützung der Methodenvielfalt. So arbeiten die LehrtherapeutInnen mit verschiedensten verbalen und nonverbalen Techniken, um den Selbsterfahrungsprozess anzuregen und zu erweitern. Neben dem systemischen Basisrepertoire kommen Elemente der Gruppendynamik, der Verhaltensmodifikation und humanistischer Ansätze zum Tragen.
Hinweis: Bei allen im Folgenden aufgeführten „Stunden“ Selbsterfahrung handelt es sich um Einheiten à 45 Minuten.
Es finden folgende Selbsterfahrungsseminare statt:
SE 1 „schwierige Klienten“
Die Selbsterfahrung – Die „schwierigen Klienten“. Wieso die Arbeit mit einigen meiner Klienten manchmal so schwer ist.
mit Jerzy Jakubowski
hat am 21. Januar 2010 in begonnen.
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SE 2 „Zukunftsgestaltung“
Bereits ausgebucht
Die Selbsterfahrung 2: Wie erzähle ich mir meine Lebens- und meine Familiengeschichte im Hinblick auf meine Zukunftsgestaltung?
mit Friedhelm Kron-Klees
hat am 19. März 2010 in Saarbrücken-St. Arnual begonnen.
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SE 3 „Meine Geschichte“
Die Selbsterfahrung 3: Die Geschichten meines Lebens
mit Jerzy Jakubowski
hat am 27. Mai 2010 in Saarbrücken – Eschberg begonnen.
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SE 4 „Partnerschaften“
Bereits ausgebucht
Die Selbsterfahrung 4: Wie konstruiere ich meine Partnerschaft(en)?
mit Friedhelm Kron-Klees
hat am 02. Juli 2010 in Saarbrücken begonnen.
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SE 5 „Aufstellungen“
Die Selbsterfahrung 5: Familien- und Strukturaufstellungen
mit Rudolf Klein
hat am 26. August 2010 in begonnen.
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SE 6 „Gefühlswelten“
Die Selbsterfahrung: Meine Gefühlswelten
mit Jerzy Jakubowski
hat am 26. August 2010 in begonnen.
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SE 7 „unbeschreiblich Weiblich“
Die Selbsterfahrung 7: Unbeschreiblich weiblich !! Lebenserzählungen von Frauen zwischen Abschieden und Aufbrüchen
mit Barbara Schmidt-Keller
beginnt am 12. September 2010 in Merzig. Die Teilnahmegebühr beträgt
SE 8 „Matriöschka“
Die Selbsterfahrung 8: Matriöschka
mit Jerzy Jakubowski
beginnt am 06. Dezember 2010 in Neustadt an der Weinstraße. Die Teilnahmegebühr beträgt
SE 9 „Tod“
Bereits ausgebucht
Die Selbsterfahrung 9: Der Tod – unser ständiger Begleiter
mit Friedhelm Kron-Klees
beginnt am 12. November 2010 in Saarbrücken-St. Arnual. Die Teilnahmegebühr beträgt
SE 10 „Emotionen“
Die Selbsterfahrung 10: Stark durch Emotionen: Erfolgreiche Therapie durch gute Gefühlssensibilität
mit Peter M. Glatzel, Irina Bayer
beginnt am 18. Dezember 2010 in Saarbrücken. Die Teilnahmegebühr beträgt