In diesem Weiterbildungsseminar wird es darum gehen, die Voraussetzungen familiärer Krisen aus verschiedenen Perspektiven genauer zu betrachten und auf der Basis der Bilder von Krisensituationen angemessene Handlungsschritte zu entwickeln. Dabei werden die Konzepte daraufhin überprüft, ob ihre gedanklichen Voraussetzungen und ihre aus ihnen resultierenden Handlungsimpulse die Chance begünstigen, dass die betroffenen Familien und ihre einzelnen Mitglieder den Zugang zu ihnen als Hilfe erleben mögen.
Ein besonderer Aspekt der Krisdenintervention in Familien betrifft die Öffentliche Jugendhilfe, deren diesbezügliche Arbeit in die Reflexion dieses Seminars einbezogen werden soll. Dabei spielt die Erfahrung eine wichtige Rolle, nach der der Zugang der Jugendhilfe zu Familien in Krisen in der Regel nicht über deren Hilfeersuchen selbst sondern über Mitteilungen der Wahrnehmung von außen (durch Nachbarn, Verwandte, Arztpraxen, Kiniken, Kindertageseinrichtungen, Schulen etc.) erfolgt. Die Öffentliche Jugendhilfe wird auf diese Weise auf Familien und vor allem auf Kinder in Krisen aufmerksam gemacht und ist gehalten, diesen Mitteilungen nachzugehen, um gegebenenfalls mit den Betroffenen den Bedarf an Hilfe zu klären und entsprechende Hilfen einzuleiten.
Gehört zu dem Programmheft 2010.
Zuletzt geändert am 03. Dezember 2009.