Ein Leben ohne Schicksale gibt es nicht. Ob als Junge oder Mädchen auf die Welt gekommen, mit welchen persönlichen Eigenarten ausgestattet, in welche Familie, welche Zeit und welche Kultur hineingeboren, frühe Todesfälle, schwere Krankheiten, Trennungen oder auch besondere Leistungen oder unerwartetes Glück – all das bestimmt unser Leben oft über Generationen hinweg.
Ob sich belastende Situationen für die Lebensentwicklung auf Dauer als beschwerend oder aber auch bestärkend auswirken, hängt oft davon ab, wie sie uns erzählt werden und wie wir sie uns selbst erzählen.
Die TeilnehmerInnen des Seminars können mit Hilfe von Genogrammen ihrer Herkunftsfamilie (möglichst über mehrere Generationen) und anderen Hilfsmitteln (z.B. Aufstellungen oder Familienbrett) den Verarbeitungsprozessen von Ereignissen und Besonderheiten in ihren Familien nachgehen, um mit Unterstützung der Gruppenleitung und der an der Gruppe Teilnehmenden herausarbeiten, welche Ressourcen und bevorzugten Lösungsmuster sie eröffnet haben. Vielleicht stehen am Ende Varianten der erzählten Geschichten, die einen neuen Blick in die Zukunft eröffnen mögen.
Gehört zu dem Programmheft 2010.
Zuletzt geändert am 13. Oktober 2009.
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